Neuerscheinung: Labiles Gleichgewicht

In wenigen Tagen erscheint das Buch, an dem ich die letzten Jahre gearbeitet habe, im Wehrhahn-Verlag: Das Buch geht dem Nachleben der Idylle im 19. Jahrhundert nach und liest die Gattung als Medium der Vermittlung, in dem unterschiedliche Widersprüche der Moderne einer imaginären Auflösung zugeführt werden. Die vermeintliche Harmonie von Idyllen entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als spannungsvolles und labiles Gleichgewicht. Das zeige ich an Texten von Autor:innen wie Adalbert Stifter, Annette von Droste-Hülshoff, Hans Christian Andersen, Ida Hahn-Hahn oder Luise Mühlbach. Eine kleine Lektüre von Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins Idyllen-Zyklus und Johann Wolfgang Goethes dazugehörigen Texten eröffnet das Buch und führt in die Thematik ein – sie ist auf der Verlagsseite als Leseprobe verlinkt. > Zur Verlagsseite

Preis der Lehre 2021

Ausgezeichnet: Für mein Seminar zur Kolportage-Literatur: Populäre Lesestoffe des 19. Jahrhunderts habe ich den Oldenburger Preis der Lehre in der Kategorie Forschendes Lernen gewonnen! Es gibt sogar ein Filmchen, in dem ich das Konzept erläutern und in Kolportageheftchen blättern durfte:

Mehr Informationen sind auf den >Seiten der Oldenburger Hochschuldidaktik zu finden. Unter anderem ist dort das komplette Lehrkonzept für die Veranstaltung als >Poster einsehbar.

Das gesamte Lehrprojekt, bei dem es sich um eine Kooperation Oldenburg-Münster handelt, hat auch eine eigene >Internetseite.

Neuerscheinung: Franz Grillparzer, „Der arme Spielmann“

Zur Neuausgabe von Grillparzers Erzählung ‚Der arme Spielmann‘ durfte ich ein Nachwort beisteuern, das nun hoffentlich Generationen von Schüler:innen mit soliden Informationen versorgen wird. Das Nachwort informiert nicht nur über die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Textes, sondern ordnet ihn auch in die kulturellen und medialen Kontexte seiner Zeit ein. >Zur Verlagsseite.

Tagung: Kolportage-Literatur

Die Tagung Kolportage-Literatur zielt auf eine Neubestimmung einer im 19. Jahrhundert verbreiteten Form populärer Literatur, deren Name sich einem konkreten Vertriebsweg verdankt, zunehmend aber auch zum Synonym für ‚triviale‘ Unterhaltungsliteratur schlechthin wird: der Kolportage. Ausgangspunkt ist eine einzigartige Sammlung populärer ‚Groschenheftchen‘ des 19. Jahrhunderts, die sich in den Beständen der Landesbibliothek Oldenburg befindet und bisher – obgleich katalogisch erschlossen – von der Forschung kaum beachtet wurde. Während die Heftchen vereinzelt zum Gegenstand sozialhistorischer und volkskundlicher Untersuchungen wurden, fehlen literatur- und medienwissenschaftliche Analysen, die das für Kolportageliteratur typische Zusammenspiel von Textverfahren, Medienformaten und Distributionsmechanismen in den Blick nehmen. Ziel der Tagung ist es, dafür geeignete Zugriffsweisen zu entwickeln und so der Medienliteraturgeschichte des 19. Jahrhunderts neue Impulse zu geben, unter Einbezug der bisher weniger beachteten Zeit des Vor- und unmittelbaren Nachmärz.

>Mehr Informationen zur Tagung gibt es auf den Webseiten des Projekts Kolportage/Literatur.