Workshop: Idylle und Geschlecht

Am letzten Freitag wurde in Oldenburg angeregt über Geschlechterordnungen und Begehrenskonstellationen in der Schäferdichtung der Frühen Neuzeit diskutiert. Zu den Gästen, des literaturwissenschaftlichen Workshops, der im ‚Schlauen Haus‘ stattfand, gehörten die Romanistin Karin Peters (Mainz), die Germanist:innen Kristin Eichhorn (Stuttgart), Jan Gerstner (Bremen) und Jakob C. Heller (Halle) sowie Studierende aus Oldenburg. Das komplette Programm ist auf den Seiten der Oldenburger Germanistik zu finden: >Programm

Neuerscheinung: Labiles Gleichgewicht

In wenigen Tagen erscheint das Buch, an dem ich die letzten Jahre gearbeitet habe, im Wehrhahn-Verlag: Das Buch geht dem Nachleben der Idylle im 19. Jahrhundert nach und liest die Gattung als Medium der Vermittlung, in dem unterschiedliche Widersprüche der Moderne einer imaginären Auflösung zugeführt werden. Die vermeintliche Harmonie von Idyllen entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als spannungsvolles und labiles Gleichgewicht. Das zeige ich an Texten von Autor:innen wie Adalbert Stifter, Annette von Droste-Hülshoff, Hans Christian Andersen, Ida Hahn-Hahn oder Luise Mühlbach. Eine kleine Lektüre von Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins Idyllen-Zyklus und Johann Wolfgang Goethes dazugehörigen Texten eröffnet das Buch und führt in die Thematik ein – sie ist auf der Verlagsseite als Leseprobe verlinkt. > Zur Verlagsseite

Vortrag: Marginalisierte Homoerotik in frühbarocken Adaptionen antiker Bukolik

Zu der Tagung „Übersetzung und Marginalisierung: Frühneuzeitliche Literatur aus intersektionaler Perspektive“ durfte ich Überlegungen zum Nachleben der antiken Bukolik beitragen, deren homoerotische Dimension in frühneuzeitlichen Übersetzungen und Adaptionen in unterschiedlicher Weise verborgen wird. Nachvollzogen habe ich das an Texten des niederländischen Gelehrten und Dichters Daniël Heinsius. > Zur Tagungsseite

Neuerscheinung: Paradigmen des Idyllischen

Das erste Ergebnis unseres DFG-Netzwerks ‚Politiken der Idylle‘ ist erschienen: Der Band versammelt Beiträge einer Netzwerk-Tagung, die ‚Paradigmen des Idyllischen‘ gewidmet war. Mein Beitrag zu Felix Saltens Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde (1922/23) setzt sich kritisch mit der Einordnung des Romans als ‚Naturidylle‘ auseinander. Saltens Lebensgeschichte beschwört keine ’natürliche‘ Form des Sozialen, sondern fordert – Helmuth Plessner vorausgreifend – das genaue Gegenteil: Lebensformen und Verhaltenslehren, die von Distanziertheit und Künstlichkeit bestimmt sind. So entpuppt sich Bambi als neusachliche Idylle, die die Vorzüge der Kultur gegen jegliche Gemeinschaftseuphorie in Stellung bringt. >Zur Verlagsseite.

Vortrag: Walt Disneys idyllische Ökosysteme

Bambi: Eine Lebensgeschichte aus dem Walde by Salten, Felix

Was haben ökologische Modellierungen von Lebensräumen (Biotope) und Lebensgemeinschaften (Biozönosen) mit idyllischen Texten und Filmen zu tun? Genau darüber werde ich in einem Vortrag über „Walt Disneys idyllische Ökosysteme“ in Dresden sprechen, wo im Juli die erste Tagung des DFG-Netzwerks ‚Politiken der Idylle‘ ansteht. Mehr Informationen gibt’s auf der Seite der TU Dresden. >Zur Webseite.

Tagung: Paradigmen des Idyllischen

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Am 05. und 06. Juli findet in Dresden die Auftakttagung des von mir mitbegründeten Netzwerks ‚Politiken der Idylle‘ statt, bei der wir, die Netzwerkmitglieder, uns mit Gästen in kulturwissenschaftlichen Analysen der Idylle versuchen wollen: Was haben Idyllen mit ökologischem oder ökonomischem Denken zu tun? Wer spricht in der Idylle? Und welche sozialen Dimensionen haben idyllische Texte? Mehr Informationen zur Tagung, die im botanischen Garten der TU Dresden stattfindet, gibt es auf der Webseite der TU. >Zur Webseite.